Mädchenmannschaft des Georg-Herwegh-Gymnasiums mischt gut bei den Berliner Schulmeisterschaften im Handball mit
Beim diesjährigen Landesentscheid Handball der Berliner Schulen zeigte unsere Mädchenauswahl der Altersklasse U18 des Georg-Herwegh-Gymnasiums leidenschaftlichen Einsatz und beendete das Turnier auf Platz sechs.
Die Mannschaft und das Turnier
In der U18-Spielklasse waren in diesem Jahr die Jahrgänge 2009 bis 2012 spielberechtigt. Unser Aufgebot bestand aus acht Mädchen, nämlich Karolina und Lou (Jg. 2009), Clara und Elina (Jg. 2010), Pauline und Linda (Jg. 2011) sowie Ida und Marie (Jg. 2012), die sich somit sehr paritätisch aufgeteilt in dieser Altersspanne bewegten. Im Turnier um Bronze waren neben unserer Schule noch das Lily-Braun-Gymnasium, die Carl-Zeiss-Schule sowie das benachbarte Romain-Rolland-Gymnasium vertreten. Den Einzug ins Finale hatte unsere Auswahl bereits verpasst.
Die doppelte Turnieransetzung
Ursprünglich sollte das Turnier am 4. März in der Sporthalle Schöneberg ausgetragen werden. Tatsächlich trafen an besagtem Tage auch alle Mannschaften, die Schiedsrichter sowie die Turnierleitung ein, jedoch blieb die Sporthalle verschlossen. Unglaublicher Vorfall!
Aus diesem Grunde wurde das Turnier an gleicher Stelle am 16. April nachgeholt. Es spielte jeder gegen jeden bei 2×10 Minuten Spielzeit.
Das erste Gruppenspiel
Im ersten Spiel traten wir gegen die Mannschaft des Romain-Rolland-Gymnasiums an, die von einer ehemaligen Herwegh-Schülerin und Spielerin betreut wurde. Das noch relativ neue Sportprofil unseres Reinickendorfer Nachbarn zeigte seine Früchte. Die Mannschaft wirkte gut abgestimmt und machte es uns im Angriff schwer. Dennoch gelang es Karo drei Treffer in der ersten Halbzeit zu erzielen und auch Pauline war spektakulär über die linke Außenposition erfolgreich. Einen weiteren Treffer zum 7:5 Halbzeitstand steuert Emilia bei. Dennoch sahen wir ein, dass wir Lou, die wir aufgrund einer Fußverletzung im Tor schonen wollten, auf dem Spielfeld brauchten, wenn wir dieses Spiel noch drehen wollten.
In neuer Aufstellung traten wir unseren Gegnerinnen in der zweiten Halbzeit entgegen. Die Wirkung blieb nicht aus. Unsere Defensive stabilisierte sich und auch dank toller Paraden von Pauline ließen wir in den zweiten zehn Minuten nur drei Gegentreffer zu. Im Angriff wurde unsere rechte Seite belebt. Doch auch unsere Gegnerinnen hatte sich besser auf uns eingestellt. Karo wurde sehr wirkungsvoll abgeschirmt und unser Aufbauspiel immer wieder unterbrochen. Die sich eröffnenden Räume wussten zwar Clara und Ida zu nutzen, dennoch gelangen auch uns nur noch drei Tore in der zweiten Spielhälfte, sodass die Partie 10:8 gegen uns endete.
Das zweite Gruppenspiel
In unserem zweiten Spiel liefen wir gegen die Auswahl der aus Spandau angereisten Carl-Zeiss-Schule auf, die das erste Spiel klar mit 10:6 Toren gewonnen hatte. Die kompakte Defensive und Spielschnelligkeit sowie das robuste Angriffsspiel dieser Mannschaft bekamen nun auch wir zu spüren. Da uns kein Anspiel an den Kreis gelang, versuchten wir es mit Würfen aus dem Rückraum und suchten die Zweikämpfe. Hier waren Karo und Lou erfolgreich, dennoch lagen wir nach zehn Minuten mit 7:3 Toren hinten.
Auch kleinere Umstellungen in der zweiten Halbzeit änderten wenig am Gesamtbild. Am Ende mussten wir einsehen, dass wir an diesem Tage unseren Gegnerinnen nicht gewachsen waren und gaben das Spiel mit 13:6 ab.
Das dritte Gruppenspiel
Viel Zeit zum Durchatmen und Sammeln blieb indes nicht, denn unmittelbar danach traten wir in unserem letzten Spiel gegen das im Turnier ebenso sieglos gebliebene Lily-Braun-Gymnasium (Tempelhof-Schöneberg) an. Das Spiel um Platz fünf im Landesentscheid sollte noch einmal eine emotionale Achterbahnfahrt werden. Da wir mit einem positiven Erlebnis das diesjährige Schulturnier beenden wollten, gaben unsere Mädels noch einmal alles. Unsere Flügelflitzerin Linda legte einen Sprint nach dem anderen hin und endlich gelang es auch, Clara am Kreis in Szene zu setzen, die gleich drei Treffer in der ersten Halbzeit erzielte. Eine Minute vor der Halbzeitpause sollte der vierte Treffer folgen, doch Clara stürzte in ihrer Aktion so schmerzhaft, dass das Spiel unterbrochen und Clara vom Feld getragen werden musste. Der Schock war bei allen Beteiligten groß. Davon abgesehen war es toll, welche Welle der Solidarität und Hilfsbereitschaft, insbesondere von Spielerinnen des RoRo, uns entgegenschlug.
Unsere Mädels entschieden sich dann auch, die Halbzeit und das Spiel zu Ende zu spielen. In neuer Aufstellung und ohne Wechseloption ging es also in die letzten elf Minuten, in denen so viele wilde Dinge passierten, dass man sie hier gar nicht alle aufzählen kann. Spektakulär waren auf jeden Fall der Treffer von Marie von der rechten Außenposition aus fast unmöglichem Winkel, die Sieben-Meter-Paraden von Pauline und die schönen Tore von Lou, Karo und Emilia. In den Aufs und Abs des Spiels trug uns das zeitweise sogar eine Zwei-Tore-Führung ein, die auch noch 90 Sekunden vor Ende Bestand hatte. Aber was wäre eine Achterbahnfahrt ohne noch einen Looping am Ende? So trennten wir uns nach 20 Minuten fairerweise unentschieden.
Das Fazit
Zum vierten Mal in Folge haben wir im Wettbewerb der U18-Mädchen eine Handballauswahl gemeldet. Zwar gab es dieses Jahr nicht wie in den Jahren 2023 und 2024 Edelmetall, dennoch haben die Mädchen die Handballtradition unserer Schule durch ihr Auftreten würdig weitergeführt. Und das Beach-Handball-Turnier im Sommer liegt ja noch vor uns. Vielleicht gelingt es da, die vierte Silbermedaille in Folge abzuräumen.

Das U18-Team des GHG: Karolina, Ida, Marie, Emilia, Clara, Lou, Linda und Pauline (v.l.n.r.)