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Das Georg-Herwegh-Gymnasium arbeitet qualitätsorientiert

Das Georg-Herwegh-Gymnasium stellt sich den neuen Herausforderungen an sich verändernde Bildungsansprüche. Seit einigen Jahren steuern, überprüfen und verbessern wir unsere Prozesse und Abläufe kontinuierlich, um nachhaltig gute Leistungen in allen Bereichen zu erreichen. Dazu stellen sich alle am Schulleben beteiligten Gruppen zahlreichen externen wie auch internen Evaluationsvorhaben, um die Qualität der Bildungsarbeit zu verbessern.

Wir lassen uns von externen Bildungsfachleuten inspizieren

1. SEIS – Selbstevaluation in Schulen

SEIS ist ein Evaluationsangebot der Bertelsmann-Stiftung (heute übergeben an das Länderkonsortium „SEIS Deutschland“) für die Verbesserung der Qualität im Bildungswesen. Das Georg-Herwegh-Gymnasium hat sich im Jahr 2006 freiwillig mit Hilfe des SEIS-Instrumentariums evaluieren und beraten lassen.

Im Ergebnis zeigten sich als deutliche Stärken das hohe Leistungsniveau, die gute Teamarbeit, der respektvolle Umgang miteinander, ein gutes Zeitmanagement, fördernde Lern- und Arbeitsbedingungen, vielfältige Unterrichtsmethoden, klare Zielvorstellungen und ein hoher Wohlfühlfaktor bei Schülern und Lehrern.

Es wurden auch Potenziale herausgearbeitet, die es durch qualitätsfördernde Maßnahmen weiterzuentwicklen gilt. Hierbei handelt es sich besonders um individualisierende Maßnahmen, die die Förderung der Selbstständigkeit der Schülerinnen und Schüler sowie fächerübergreifendes Arbeiten betreffen.

2. Berliner Schulinspektion

Die Berliner Schulinspektion unterstützt die Qualitätsentwicklung, indem sie die Schule als Gesamtsystem untersucht und ihr Rückmeldungen zu ihren Stärken und ihrem Entwicklungsbedarf gibt. Das Georg-Herwegh-Gymnasium ließ sich im Jahr 2007 von einem Schulinspektorenteam evaluieren.

Als besondere Stärken kristallisierten sich vor allem die Förderung fachlicher Kompetenzen sowie der Sprache u. Kommunikationsfähigkeit, der strukturierte Unterricht, die intensive Nutzung der Lehr- u. Lernzeit, die Förderung des Selbstvertrauens und der Selbstständigkeit der Schüler, fördernde Lern- und Arbeitsbedingungen, ein positives pädagogisches Klima sowie die zahlreichen musischen Projekte u. schulischen Veranstaltungen unter Einbeziehung von Kooperationspartnern heraus.

Als mögliches Entwicklungspotential wurde besonders die Verbesserung von Differenzierungsangeboten für leistungsschwächere als auch leistungsstärkere Schüler erkannt.

Wir evaluieren uns selber

Jede Schule muss sich fragen, worin ihre Stärken und ihre Schwächen liegen, welche Konzepte erfolgreich waren, wo es Möglichkeiten der Weiterentwicklung und Qualitätsverbesserung gibt. Nur durch selbstkritische Untersuchungen der eigenen Schule kann eine zielgerichtete und verantwortliche Weiterentwicklung von Schule und Unterricht gelingen.

Das Georg-Herwegh-Gymnasium hat an zahlreichen Knotenpunkten des eigenen schulischen Handelns angesetzt und eigene Evaluationsvorhaben entwickelt.

Folgende schulische Bereiche und Aspekte wurden seit dem Schuljahr 2007/08 evaluiert:

Da Schulentwicklung und deren Evaluation Sache der ganzen Schule und damit auch der einzelnen Fachbereiche ist, haben fast alle Fachbereiche über die oben genannten Vorhaben hinaus ihre eigenen interessegeleiteten Evaluationen durchgeführt.

Wir initiieren Entwicklungs- und Veränderungsprozesse

Im Laufe der Schulentwicklungsinitiativen der letzten Jahre zeigte sich immer deutlicher, dass Schulen nicht nur Institutionen sind, in denen gelehrt und gelernt wird, sondern dass sie selber lernende Organisationen sein müssen.
Können Schulen überhaupt lernen? Yes, we can!

Die zahlreichen Evaluationsvorhaben und Befragungen an unserer Schule haben uns gezeigt, dass es Verbesserungspotenzial gibt, das wir durch vermehrte Anstrengungen in den unterschiedlichsten Bereichen ausschöpfen wollen.
Als Beispiele seien die Studientage der Lehrer genannt, die wesentliche Kernthemen der Schul- und Unterrichtsentwicklung in Angriff nehmen.

So wurde z.B. an einem Studientag im Mai 2008 zum Thema „Schulentwicklung“ in Arbeitsgruppen u.a. zu Themen wie „Förderung individuellen Lernens“, „Methodentraining in der 7. Jahrgangsstufe“, „Methodentraining für die 9. Jahrgangsstufe“, „Methodentraining für die Oberstufe“, „Unterrichten mit neuen Medien“, „Zusammenarbeit der Lehrer“ und „Beratungsangebote für Schüler“ getagt und die Ergebnisse in den Schulalltag integriert.

Einer schulorganisatorischen Veränderung, der Umwandlung des herkömmlichen Fächerwechsels im Stundentakt in ein schülergemäßeres Blockstundenmodell, diente ein weiterer Studientag im Oktober 2008.

Zukünftig wird das Georg-Herwegh-Gymnasium sich mit weiteren aktuellen Themen der pädagogischen Schulentwicklung befassen. Hier sei besonders genannt ein geplanter Studientag im Januar 2010 zum Thema „Leistungsermittlung- und bewertung“, wo es vor allem um veränderte Formen der Leistungsbewertung bei neuen Unterrichtsmethoden, Kriterien für die Bewertung mündlicher Leistungen sowie Möglichkeiten der Transparenz von Bewertungskriterien gehen soll.

Des Weiteren steht die Ausdehnung unseres Methodentrainings über die siebte Jahrgangsstufe hinaus auf die neunte und zwölfte Jahrgangsstufe im Sinne einer gründlichen Vorbereitung auf den mittleren Schulabschluss und das Abitur auf unserem Programm.

Weiterentwicklung zum Wohle unserer Schülerinnen und Schüler liegt uns am Herzen. Deswegen stellen wir uns den neuen Anforderungen, die an Erziehung und Bildung gestellt werden.